Das Engagement des Naturhistorischen Museums für behinderte und betagte Menschen hat eine lange Tradition und wurde bereits im Jahre 2006 mit einem museumsstern*** ausgezeichnet.
Einerseits verfügt das Naturhistorische Museum über vielfach bewährte Module - der "Tag der Behinderten" wurde 2008 schon zum sechsten Mal durchgeführt - andererseits bleibt das Museum innovativ und sucht nach weiteren Angeboten, die die Integration von Behinderten und Betagten unterstützen. "Der Tag der Artenvielfalt für alle Naturinteressierten" wurde in diesem Jahr erstmals durch integrative Führungen für Behinderte zugänglich. Die dabei gewonnen Erfahrungen sollen auch in weitere Veranstaltungen einfliessen.
Selbstverständlich gab es zur Sonderausstellung "Animatus" ein Spezialprogramm für Behinderte. In speziellen Workshops wurden hier geistig behinderte Menschen angesprochen, Erwachsene und Kinder. Dazu gab es eine Abendführung mit Gebärdendolmetscherin für Gehörlose.
Die barrierefreie WebSite www.nmbs.ch zeigt das aktuelle Programm für behinderte und betagte Menschen.
In einem ganz engen Sinn passt vielleicht das Einrichten eines Praktikumsplatzes für einen gehirngeschädigten Biologen nicht so ganz zu unserem museumssterne***-Wettbewerb, der ja eher die Aktivitäten des Museums im Hinblick auf die Besucherinnen im Auge hat. Doch schafft auch dieser Praktikumsplatz Kontaktmöglichkeiten von behinderten und nicht-behinderten Menschen - diesmal jedoch "hinter den Kulissen", was bestimmt das Mitdenken der besonderen Bedürfnisse für Behinderte in der täglichen Museumsarbeit anregt.
Und, wenn das Ziel die Integration von Behinderten ist, so ist dieser Praktikumsplatz für einen Wissenschaftler, der sich nach einer Hirnschädigung beruflich neu orientieren muss eine konkrete Hilfe. Andere Behinderte können durch dieses Zeichen Hoffnung schöpfen: die Hoffnung nämlich, auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit nicht alleine gelassen zu werden.
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